Gebrauchtwagen-Checkliste vor dem Kauf
Die komplette Gebrauchtwagen-Checkliste: Papiere, Technik, Karosserie, Probefahrt – und der wichtigste Punkt, die Servicehistorie per FIN. Kaufen Sie sicher und ohne böse Überraschungen.
Geschrieben von FindServiceHistory · 25. Juni 2026
Geschrieben von FindServiceHistory
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1. Papiere und Identität prüfen
Bevor Sie sich mit Technik beschäftigen, prüfen Sie die Dokumente. Sie verraten viel über Herkunft und Vorgeschichte:
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Teil II (Fahrzeugbrief) – liegen beide vor und gehören sie dem Verkäufer?
- Stimmt die Fahrgestellnummer (FIN) in den Papieren mit der am Fahrzeug überein?
- Gültige HU-Plakette samt aktuellem Untersuchungsbericht.
- Serviceheft bzw. digitaler Servicenachweis und Rechnungen größerer Reparaturen.
2. Karosserie, Technik und Innenraum
Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie das Fahrzeug bei Tageslicht und trockenem Wetter:
- Karosserie auf Rost, ungleichmäßige Spaltmaße und nachlackierte Stellen (Hinweis auf Unfall).
- Reifen auf gleichmäßigen Verschleiß und ausreichende Profiltiefe; Bremsen auf Riefen.
- Motorraum auf Ölfeuchtigkeit und Undichtigkeiten; Flüssigkeiten auf Stand und Zustand.
- Innenraum: Funktion von Elektrik, Klimaanlage und Assistenz- systemen; Abnutzung, die zur angegebenen Laufleistung passt.
3. Probefahrt und Plausibilität
Eine ausgiebige Probefahrt ist unverzichtbar. Achten Sie auf Geräusche beim Kaltstart und unter Last, das Verhalten von Bremsen, Lenkung und Fahrwerk, sauberes Schalten sowie alle Warnleuchten im Cockpit. Fahren Sie nach Möglichkeit auch auf der Autobahn.
Wichtig: Die Hauptuntersuchung (HU/AU, umgangssprachlich TÜV) ist nur eine Verkehrssicherheitsprüfung zu einem Stichtag – sie sagt nichts über die regelmäßige Wartung aus. Ein frisch geprüftes Fahrzeug kann trotzdem jahrelang keinen Ölwechsel gesehen haben. Verlassen Sie sich deshalb nie allein auf die HU.
4. Der wichtigste Punkt: die Servicehistorie
Den äußeren Zustand kann ein gewiefter Verkäufer aufhübschen – die Wartungshistorie nicht. Sie ist der objektivste Hinweis darauf, ob ein Fahrzeug pfleglich behandelt wurde. Lassen Sie sich nicht mit einem gestempelten Papierheft abspeisen, das fälschbar ist, sondern prüfen Sie die echte Historie.
Geben Sie dazu die 17-stellige Fahrgestellnummer (FIN) ein – sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Feld E). Wir rufen die offiziell beim Hersteller hinterlegten Serviceeinträge ab, und Sie erhalten innerhalb weniger Minuten einen Bericht mit Datum, Kilometerstand und Arbeiten je Besuch. So erkennen Sie Wartungslücken, unplausible Kilometerstände und übersprungene Schlüsselwartungen, bevor Sie unterschreiben. Der Bericht kostet 12,99 € – Ihre Karte wird nur belastet, wenn wir tatsächlich Einträge finden.